Der Brunnen am Werner-Egk-Platz

Der Brunnen   Die Entstehung im Jahr 2001



Artikel der Donauwörther Zeitung, Mittwoch, 13.12.2000

Auchsesheimer wollen Brunnen

Zum Werner-Egk-Jahr 2001

Donauwörth (ot).
Wenn die Bürger im Stadtteil Auchsesheim zum Werner-Egk-Jahr 2001 einen Brunnen wollen und dafür analog zu anderen Stadtteilen entsprechend spenden, steht der Erfüllung ihres Wunsches nichts im Wege. Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Verwaltungsausschuss auf seiner Jahresschlusssitzung. Oberbürgermeister Dr. Alfred Böswald hatte zuvor berichtet, dass ihm von einer repräsentativen Bürgervertretung die Bitte vorgetragen worden sei, den Werner-Egk-Platz mit einem Brunnen zu schmücken: "Der fehlt dort einfach!" Da Werner Egk, dessen 100. Geburtstag im nächsten Jahr groß gefeiert werde, im Stadtteil geboren sei, könne man dafür sicher auch den Fonds seines Namens für kulturelle Zwecke "anzapfen". Er, der OB, habe geantwortet, dass der Wunsch der Bürger Respekt verdiene und er sich gerne dafür auf den Weg mache, ein Wasserspiel zum Beispiel mit spielenden Kindern aus Bronze möglich zu machen. Bindende Voraussetzung sei allerdings, da bisher kein Brunnen aus den Haushaltsmitteln der Stadt finanziert worden sei, dass das Anliegen durch Spenden aus dem Stadtteil nachhaltig unterstützt wird. Er sei sich sicher, dass der Auchsesheimer sich von den Riedlingern oder den Bewohnern der Neudegger Siedlung oder der Parkstadt und im Ried nicht übertreffen lasse. Dort seien jeweils mehr als die Hälfte der Gelder teilweise sogar die gesamte Finanzierung durch Spenden aufgebracht worden.


Aktuelle Informationen wie diese finden Sie in unserer lokalen Tageszeitung oder auch
online unter http://www.donauwoerther-zeitung.de



Spendenaufruf

Der Oberbürgermeister
der Stadt Donauwörth

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
im Stadtteil Auchsesheim,

der 100. Geburtstag des großen Komponisten Werner Egk, der in diesem Jahr in Donauwörth, aber auch in Bayern und darüber hinaus großartig gefeiert wird, hat seine Wurzeln nicht zuletzt im Geburtsort Auchsesheim. Aus diesem Grunde werden wir nicht nur am Platz des ehemaligen Schulhauses, in dem Werner Egk geboren wurde, eine Tafel anbringen, sondern auch den Granitsockel für die Büste auf dem Werner-Egk-Platz schöner gestalten. Und noch eine Idee drängt sich auf, die mir von engagierten Mitbürgern aus Auchsesheim ans Herz gelegt wurde: Die Verschönerung der Rasenfläche hinter der Egk-Büste mit einem Brunnen! Ich habe mich von der Idee überzeugen lassen, allerdings mit dem Vorbehalt, dass, wie in allen übrigen Stadtteilen, die einen Brunnen gewünscht und bekommen haben, auch eine entsprechende Eigenleistung durch Spenden aus der Bürgerschaft erbracht wird. Um die Verbindung zu Egk zu dokumentieren, werden 25 000 Mark aus dem Egk-Fonds zum Jubiläumsjahr in den Brunnen fließen, wenn die gleiche Summe durch Spenden eingeht. Auf diese Weise erfüllt sich dann sowohl Egks Bekenntnis in seinem Buch "Die Zeit wartet nicht" zum "Frieden im Dorf" als auch das Bekenntnis der jetzt Lebenden im Stadtteil zu ihrer Heimat. Herr Stadtrat Anton Gerstmeier hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, die Spenden einzusammeln. Lassen Sie ihn, wenn er Sie darum bittet, nicht leer weggehen! Gerne können Sie aber auch Ihren Beitrag unter dem Stichwort "Brunnen" direkt an die Stadt überweisen (Bankverbindung: Sparkasse Donauwörth, BLZ 722 501 60, Konto-Nr. 190 001 065). Selbstverständlich bekommen Sie eine Spendenbescheinigung fürs Finanzamt.
Die Älteren werden noch wissen, dass früher auf dem Platz, auf den der Brunnen kommen soll, ein kleiner Weiher war, in dem die Kinder spielen konnten. Daran soll auch der Brunnen erinnern: Also ein auslaufendes Becken, das Kinder nicht abweist, sondern anzieht, und eine Bronzeplastik spielender Kinder.

Wenn uns gemeinsam die Umsetzung dieser Gedanken gelingt, hat der Stadtteil ein neues Wahrzeichen und zugleich einen betonten Mittelpunkt, der zusammenführt und zusammenhält. Ich danke Ihnen im voraus für Ihr "Mitspielen" und für Ihre offene Hand!

Donauwörth, im Januar 2001
Ihr Oberbürgermeister
(im Original unterzeichnet von)
Dr. Alfred Böswald



Die Baustelle

Erst im September wird mit Hochdruck am Werner-Egk-Platz gearbeitet.
Hier ein Foto von der Baustelle:



Am 30.09.2001 war es soweit:

Nach einer großartig verlaufenen Spendenaktion ist ein Brunnen für unseren Stadtteil Wirklichkeit geworden.
Als Ausdruck von Gemeinsamkeit, Leben und Lebensfreude wollen wir ihn gerne annehmen.

Einweihung am 30.09.2001

9:00 Uhr Gottesdienst zum Erntedank in der Kirche,
anschließend feierliche Einweihung
des Dorfbrunnen am Werner-Egk-Platz.
10:45 Uhr Frühschoppen
11:30 Uhr Gemeinsamer Mittagstisch mit unseren
bekannten Grillspezialitäten
14:00 Uhr Kaffee und Kuchen
17:00 Uhr Brotzeit mit hausgemachten Bratwürsten


Das Fest zur Einweihung wurde von den Auchsesheimer Vereinen gemeinsam organisiert.
Für die musikalische Umrahmung sorgte die Donauwörther Stadtkapelle



Dankschreiben

Der Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth

An die Spender
für den neuen Brunnen
im Stadtteil Auchsesheim

18. September 2001

Sehr geehrte, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sie wissen, dass der Brunnen im Stadtteil Auchsesheim eine Idee war, die ausschließlich von den dortigen Bürgern ausging. In ihrer Folge hat sich Herr Stadtrat Anton Gerstmeier auf den Weg gemacht, um dafür Spenden zu sammeln. Es gehört ja zu den Grundlinien der von mir vertretenen Kommunalpolitik, dass schöne Dinge nicht auf Kosten der Steuerzahler, sondern durch eine aktive Bürgerkultur verwirklicht werden.

Sie haben sich diesem Bürgersinn verpflichtet gefühlt und für den neuen Brunnen nach Ihren Möglichkeiten großherzig gespendet. Ich darf mich dafür nochmals, jetzt, da der Brunnen fertig ist, aufrichtig bedanken.

Gleichzeitig lade ich Sie ein, bei der Übergabe und Segnung des Brunnens am Sonntag, dem 30. September 2001, dabeizusein. Nach dem Gottesdienst um 9.00 Uhr habe ich die Freude, zusammen mit Herrn Kollegen Gerstmeier den Brunnen, der spielenden Kindern gewidmet ist, offiziell zu übergeben. Im Anschluss daran bitten die Vereine des Stadtteils zur frohen Begegnung im Festzelt: Für Speis und Trank ist bestens gesorgt! Die Stadtkapelle unter ihrem Leiter, Herrn Walter Pfeifer, wird die musikalische Umrahmung der Übergabe und des Festes übernehmen.

Ich freue mich mit Ihnen auf einen schönen Tag und bin

mit freundlichen Grüßen

(im Original unterzeichnet von)

Dr. Alfred Böwald



14.08.2008 Stefan Metz